Blogwatch: Sans Ceuticals

laura
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Schöne Haare leicht gemacht.
Bilder via sans ceuticals

Bad Hair Days kennt wahrscheinlich jeder, ebenso wie wohl die Unzufriedenheit gegenüber der eigenen Haarstruktur. Wer glatte Haare sein Eigen nennt, sehnt sich oft nach einer wilden Lockenmähne oder zumindest ein paar Form gebenden Wellen. Wer wiederum mit eben jenen Wellen von der Natur bedacht wurde, der kennt den täglichen Kampf mit Glätteisen und Co., um das wilde Gewächs auf dem Kopf irgendwie zu bändigen. Wenn aber schließlich alle Kunstfertigkeiten nichts helfen oder Frau einfach einmal keine Lust auf den lange Haare-Offen-Tragen-Look hat, gibt es Unmengen an Möglichkeiten und Methoden, das Haar zu Zöpfen zu binden, nach oben zu zwirbeln, zu flechten oder als Dutt festzustecken. So weit, so gut: Blöd nur, wenn man auf diesem Metier mit zwei linken Händen gestraft ist, so wie meine Wenigkeit. Vom Prinzip her erscheint es mir jedes Mal völlig logisch, wie all die hübschen Frisuren zustande kommen und sogar des einfachen Flechtens bin ich soweit fähig. Damit ist mein Talent dann aber schon erschöpft. Fischgrätenzopf, lose gesteckter Dutt oder geflochenter Haarkranz? Fehlanzeige. Denn das, was sich mir da letzten Endes oft als Ergebnis vor dem Spiegel präsentiert, ähnelt nicht mal in Ansätzen dem, was ich mir zu Beginn der ganzen Aktion vorgestellt hatte. Wie gesagt, zwei linker Hände sei Dank!

 

Gut, dass wir aber im Zeitalter von Videotutorials, GIFS und Step-by-Step-Anleitungen leben. Denn so nehmen sich viele sehr begabte Beautymenschen die Zeit, Laien wie mir wahlweise auf Youtube oder auf ihren jeweiligen Blogs die genaue Funktionsweise einer Frisur zu erläutern und das Ganze entgegen dem klassischen Beautymagazin auch noch so zu bebildern, dass man sich die Bilder 2, 3, 4, zwischen 1 und 5 nicht erst selbst zusammendenken muss. Eine Seite, über die ich vergangene Woche bei Inattendu gestolpert bin, bietet eben solche Tutorials für zauberhafte Mähnen à la Jane Birkin oder Brigitte Bardot. Sans ceuticals ist eigentlich eine neuseeländische Marke für Haarprodukte, die ganz ohne chemische Zusatzstoffe auskommen. Doch die Seite des Herstellers hält noch einiges mehr bereit als eine schnöde Übersicht über die einzelnen Produkte. Dort präsentieren nämlich augenscheinlich sehr nette und fähige Stilisten anhand von GIFS Schritt für Schritt den Weg zu einem schönen Look auf den Kopf, ohne dass es eine Armee an Stylingprodukten, Lockenstäben und Co. bedürfte. Oder hättet ihr gedacht, dass man mit ein paar geschickt platzierten Knoten in den Haaren — ganz richtig gelesen, Knoten! — oder Zwirbeleien wunderschöne Wellen zaubern kann? Zudem kommen die noch dazu um einiges natürlicher daher als solche, die kunstvoll mithilfe von Lockenwickelern gedreht wurden. Und siehe da, das Ganze klappt tatsächlich. Sogar ein Haarstyling-Analphabet wie ich kommt mit den Tricks der Profis bereits nach ein paar Versuchen zurecht und kann die kraftlosen Strähnen auf seinem Kopf auf einmal in eine wallende Mähne verwandeln. Gut, wie so oft im Leben, geht es auch hier nicht ganz ohne etwas Geduld, schließlich sind das A und O die sauber abgetrennten Haarpartien. Aber trotzdem scheint die Sache mit der schönen Frise mit einem Mal unglaublich leicht zu sein. Grund genug also, euch die Tutorials weiterzuempfehlen. 

 

 

 

 

 

    AUTHOR:
    LAURA SODANO

    Lebe lieber ungewöhnlich.

    Mode. (Pop-)Kultur. Feminismus. Was für die einen nach Schizophrenie par Exellence klingen mag, ist für sie selbstverständlich. Die Dame, die mindestens so gerne und schnell redet, wie sie denkt, sprudelt nur so vor kreativem Kopfchaos, von dem ihr Umfeld selten verschont bleibt. Sprache ist ihr Medium. Das nuancierte Spiel mit pointierter Artikulation ihre Waffe. Schokolade ihr Laster. Bei Mode und Literatur setzt ihr Verstand nur zu gerne aus.